Hundezentrum HSS®

HSS® Persönlichkeits­analyse Dein Schlüssel zum harmonischen Mensch-Hund-Team!

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Jack, ein schwarzer Hund, schaut im Abendlicht in die Kamera

Warum Training oft nicht greift, obwohl du alles richtig machst

Dein Hund pöbelt zum Beispiel an der Leine, geht auf andere Hunde los, kommt zu Hause nicht zur Ruhe, oder es ist etwas ganz anderes, das euch den Alltag schwer macht. Ihr habt geübt, Trainer gefragt, Methoden gewechselt, und trotzdem seid ihr wieder an derselben Stelle. Das liegt meist nicht an zu wenig Konsequenz. Es liegt daran, dass niemand weiß, warum dein Hund das tut.

Denn dasselbe Verhalten hat bei verschiedenen Hunden verschiedene Gründe. Der eine pöbelt zum Beispiel, weil ihm die Situation zu viel ist, ein anderer, weil er sie regeln will, wieder ein anderer, weil er sich bedroht fühlt. Jeder von ihnen braucht etwas anderes, und was dem einen hilft, kann beim anderen gar nichts bewirken oder es schlimmer machen. Solange du nicht weißt, welcher Grund bei deinem Hund dahintersteckt, setzt ihr womöglich seit Monaten am falschen Ende an.

Ich sehe Verhalten anders

Für mich ist das Verhalten deines Hundes nicht das Problem, sondern das Ergebnis. Was er als Rasse und von seinen Eltern mitbekommen hat, wie er aufgewachsen ist, was er erlebt hat, wie es seinem Körper und seinen Nerven geht, was ihn gerade beschäftigt und was er innerlich braucht, hat er nicht einfach nur mitgenommen. Er hat es verarbeitet, und zwar auf seine Weise. Jeder Hund hat eine eigene Art, das zu verarbeiten, was ihm begegnet. Diese Art nenne ich seinen Wesenskern. Sie ist von Anfang an da und bleibt. Wie leicht oder schwer ihm das Verarbeiten fällt und wovor er sich dabei schützt, bestimmen weitere Dinge mit: sein Nervensystem, das, was er als Rasse mitbringt, und der Bindungstyp, den er sehr früh in seinem Leben entwickelt hat, oft lange bevor er zu dir kam. Was du heute siehst, ist die Summe aus allem, was ihm mitgegeben wurde, was ihm passiert ist und was ihn beeinflusst hat, verarbeitet nach seiner Art und unter diesen Bedingungen. Deshalb reicht es nicht, am Verhalten zu arbeiten. Man muss wissen, was dahintersteht.

Wenn ein Hund sich anpasst, ohne es zu merken

Ein Hund lernt von Anfang an, wie wir auch. Er beobachtet, übernimmt, sucht seinen Platz in der Gruppe, in der er lebt. Das ist kein Plan, sondern ein ganz normaler Mechanismus, bei Hunden wie bei Menschen. Dazu gehört, dass er Aufgaben übernimmt, die in seinem Umfeld gerade niemand ausfüllt, oder dass er sich zurücknimmt, wo es sonst Ärger gäbe. Nichts davon entscheidet er bewusst. Ob das, was er da übernimmt, zu ihm passt, weiß er nicht, und die Menschen um ihn herum wissen es meist auch nicht. So entsteht Anpassung. Manche passt zu seinem Naturell und tut ihm gut. Manche bleibt ohne Folgen. Und manche führt dazu, dass er dauerhaft gegen sein Naturell lebt, mit Schutzstrategien und Mustern, die ihn Schritt für Schritt weiter von sich selbst wegbringen, ohne dass er oder du es merken.

Wie tief so etwas gehen kann, zeigt sich bei uns Menschen an den Linkshändern. Lange wurden Kinder zum Schreiben mit rechts gedrängt. Heute drängt sie kaum noch jemand, und trotzdem ist das Problem eher größer geworden: Weil so viele Linkshänder umgeschult wurden, sehen Kinder beim Abschauen fast nur noch Rechtshänder, gewöhnen sich unbewusst dieselbe Hand an und lernen nie, mit ihrer eigentlich dominanten Hand zu schreiben und damit die Gehirnhälfte zu nutzen, die bei ihnen führen sollte. Das Problem war nie die Schrift. So ein Mensch arbeitet sein Leben lang gegen seine eigene Anlage, ohne es zu wissen, und alles kostet ihn mehr Kraft als andere. Die Folgen sind nicht harmlos. Es geht nicht um ein bisschen Unruhe, die man dem stressigen Alltag zuschreibt, sondern zum Beispiel um chronische Erschöpfung, Angstzustände, Depressionen, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme, bis hin zum Burnout. Die Linkshändigkeit ist dabei nicht die Ursache, aber sie kann eine sein. Und viele gehen deshalb in Behandlung und kommen trotzdem nicht weiter, weil das Symptom behandelt wird und niemand nach dieser Ursache fragt.

Bei Hunden läuft es genauso. Nach außen sieht die Anpassung lange unauffällig aus, manchmal sogar brav. Die Kosten laufen im Verborgenen, bis sie sich zeigen: als Unruhe, als Pöbeln, als Rückzug, als ein Hund, der nicht mehr abschalten kann, oder als etwas ganz anderes. Und weil ein Hund sich schützt, ohne zu wissen wovor, genau wie ein Mensch, sieht man ihm von außen nicht an, was dahinterliegt. Wer dann nur am Verhalten arbeitet, behandelt das Symptom. Genau deshalb erkennst du am Verhalten allein nicht, wer dein Hund ist.

Was auf dem Seminar passiert

Auf der Persönlichkeitsanalyse sehe ich dieses Verhalten und gehe mit dir den Weg zurück: Was steckt bei deinem Hund dahinter, und wo lebt er gegen sein Naturell? Dafür brauche ich Hunde, die ihm gegenübertreten können, ohne sich zu verstellen. Das sind meine Mentorenhunde: Hunde, die gelernt haben, in ihre eigene Stabilität zu kommen, und bei denen diese Anpassung deshalb nicht mehr greift. Sie nehmen wahr, was in deinem Hund vorgeht, und reagieren darauf. Bei dem Mentorenhund, der zu ihm passt, kommt etwas an, das hinter seinem Schutz liegt. Daran erkenne ich, wer er ist.

Ein liegender Mentorenhund und eine große graue Dogge begegnen sich auf dem Platz

Was du davon hast

Am Ende des Tages weißt du, wer dein Hund im Kern ist und wo er gegen sein Naturell lebt. Damit verstehst du, warum er sich so verhält, wie er sich verhält, und was er braucht, um in seine Balance zu kommen: ein Leben, in dem er sich nicht mehr verstellen muss. Manches davon gehe ich am Tag mit dir schon an. Anderes wird sichtbar und wird zu eurem Fahrplan, an dem ihr danach arbeitet. Damit du das umsetzen kannst, bekommst du dazu:

  • vorab eine Theorieeinführung online, damit du am Tag verstehst, was du siehst
  • eine Teilnahmebestätigung mit groben Hinweisen zum eingeschätzten Typ deines Hundes
  • danach meinen Onlinekurs „Hundetypen führen lernen", in dem du lernst, wie du genau deinen Hund führst
  • rund zwei Wochen später eine einstündige Fragerunde online mit mir, für die Fragen, die erst zu Hause auftauchen

So läuft der Tag

Ich nehme mir nur wenige Hunde am Tag vor, einen nach dem anderen, damit für jeden genug Zeit bleibt. Dein Hund bewegt sich zuerst frei auf meinem Platz, den er nicht kennt. Dann sprechen wir über euren Alltag, und danach kommen nacheinander die Mentorenhunde. Wie diese Begegnungen ablaufen, richtet sich danach, was deinem Hund am meisten bringt, immer in einem geschützten Rahmen. Pausen zum Verarbeiten gehören dazu. Leben mehrere Hunde bei dir, kommen alle mit, damit ich sehe, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

Ein junger Hund erkundet den Platz
Aylin Notzon mit ihrer Hündin Neyra

Über mich

Ich bin Aylin Notzon und leite das Hundezentrum HSS. Als Hundeverhaltenstrainerin arbeite ich vor allem mit Hunden, bei denen Training bisher nicht gegriffen hat, und ich bilde Trainerinnen und Trainer in der HSS-Methode aus. Wie ich auf Hunde schaue, kommt unter anderem aus der Pädagogik, der Psychologie, der Sozialpsychologie und der Neurobiologie. Auf dem Platz arbeite ich mit meinen eigenen Hunden, darunter Jack und Neyra.

Nächste Termine

Jeweils 10:30 bis 17:00 Uhr, Hundeplatz in 75177 Pforzheim.

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